Wissenswertes über das Gehirn / 2016-11-18 00:00:00
Wissenswertes über das Gehirn. Das Gehirn hat den größten Energiebedarf von allen Organen, aus denen der menschliche Körper gebaut ist. Es macht nur etwa 2% der Körpermaße aus und verbraucht etwa 20% der erzeugten Energie. Recht viel Energie wird für die Kommunikation der neuronalen Netzwerke verbraucht, die untereinander elektrische Impulse senden. Zum Beispiel ein Computer Typ Notebook verbraucht durchschnittlich 40 Watt Leistung beim üblichen Betrieb, das Gehirn dagegen benötigt im Standby-Modus 25 Watt Leistung. Diese Leistung entspricht dem Energiebedarf für die Beleuchtung eines kleinen Zimmers mit einer Leuchte.Durchschnittlich besteht ein menschliches Gehirn aus ca. 100 Milliarden Neuronen, was der 16-fachen Menschenzahl auf der Erde entspricht. Jedes Neuron verfügt über ein Netz, um mit den 10.000 anderen Neuronen zu kommunizieren. So eine riesige Menge von Schaltstellen (Synapsen) ermöglicht die gleichzeitige Verarbeitung von Erregungen, die der Organismus empfängt. Das Hirn kann eine Unmenge von Informationen parallel verarbeiten und darin ist das Gehirn jedem noch so leistungsstarken Computer überlegen. Die Zahl von Nervenzellen kann sich bis zu 250.000 Nervenzellen pro Minute während der ersten Schwangerschaftsmonate vervielfachen, also in der Zeit, in der das Gehirn des Fötusses entsteht. Diese Zeit ist für die Entwicklung des Kindes unheimlich wichtig. Dieser Entwicklungsprozess kann künftig darüber entscheiden, ob das Kind seine Ausbildung in der Grundschule beendet oder den Doktortitel erlangt.
Aus den neusten Forschungserkenntnissen geht hervor, dass die Feststellung, dass der Mensch nur 10 Prozent seiner Gehirnkapazität nutzt, falsch ist. Dank der wissenschaftlicher Forschung wissen die Neurophysiologen heute, dass das gesamte Hirnareal genutzt wird. Früher konnten die Aktivitätszustände des menschlichen Gehirns wegen der technologischen Einschränkungen nicht erforscht werden. Bei dem Gehirn geht es um das meist geschützte Organ des menschlichen Körpers. Es ist von einem 1 cm dicken Knochengewebe und drei Arten von Hirnhäuten umhüllt. Das Gehirn kommuniziert nicht direkt mit dem Körper, sondern bedient sich dazu der Gliazellen, die bei der Signalübertragung keine unwesentliche Rolle spielen. Durch diese dichten Schutzschichten ist die Hirnforschung wesentlich eingeschränkt. Wir können nur hoffen, dass dies sich in naher Zukunft ändert und das geheimnisvollste menschliche Organ näher erforscht werden kann.






Insgesamt: 139599 Teilnehmer
